Studie: “App Economy” umfasst 2010 6,2 Mrd. $
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner werden Konsumenten im laufende Jahr 6,2 Milliarden US-Dollar in Mobile Application Stores ausgeben, während die Werbeumsätze auf 0,6 Milliarden US-Dollar geschätzt werden (2009: 4,2 Mrd. Gesamtumsätze). Die Gartner-Analysten prognostizieren, dass die Downloads in Application Stores im Jahr 2010 4,5 Milliarden überschreiten werden, wovon acht von zehn kostenlos sein werden. Spiele bleiben das erfolgreichste Genre, gefolgt von mobile shopping (M-Commerce), Social Networking, systemnahen Dienstprogrammen sowie “Productivity Tools”.
Gartner prognostiziert weiter, dass bis 2013 die weltweiten Downloads in Mobile Application Stores 29,5 Milliarden überschreiten werden. Kostenlose Downloads werden 82 Prozent aller Downloads in 2010 ausmachen und 87 Prozent in 2013. In die Gratis-Downloads sind Apps eingerechnet, bei denen Zusatzmodule Geld kosten (in app purchase) oder für innerhalb der App gekaufte Waren eine Provision erhoben wird. 2013 werden laut Gartner fast ein Viertel aller Umsätze in Mobile Application Stores mit werbefinanzierten Apps erzielt. Den gesamten Report “Dataquest Insight: Application Stores; The Revenue Opportunity Beyond the Hype” gibt es hier.
Während manche wie die Business Week aufgrund der dargestellten Trends bereits das Zeitalter der “App Economy” auszurufen geneigt sind, gibt es auch durchaus Gegenstimmen. Diese verweisen auf die großen Fortschritte beim browserbasierten Zugang, bei Web-Applikationen und Widgets. Eine solche Entwicklung könnte theoretisch – gemeinsam mit einer “always online”-Kultur – den Download-Apps das Wasser abgraben, jedenfalls immer dann, wenn keine mächtigen Datenbanken etc. benötigt werden
Die obenstehenden Gartner-Vorhersagen beziehen sich natürlich nicht nur auf den Vorreiter, Apples erfolgreiche iTunes-Abteilung “App Store”. Längst haben zahlreiche weitere Anbieter nachgezogen und für ihre Betriebssystem- und/oder Endgeräte-Plattformen eigene Mobile Application Stores eingerichtet oder vorbereitet:
Android (official: Open Handset Alliance, Google) – Android Market
Android (General Mobile) – Storeoid (geplant)
Palm – WebOS App Catalog (ab 0310 auch kostenpflichtige Apps)
Moblin – ?
Motorola – SHOP4APPS (geplant)
RIM (official) – App World bzw. BlackBerry Application Storefront (rel. weit entwickelt)
RIM (div. Carrier) – BlackBerry Application Center
Sony Ericsson – PlayNow
Samsung – Samsung Apps (seit 0110)
Symbian (Nokia official) – Ovi Store
Symbian (Liquid Air Lab, AdPlace) – adtronic
Windows Mobile: Windows Marketplace (for Mobile) bzw. “SkyMarket”


