AppVine wurde mit dem Anspruch gegründet, ein Verzeichnis der Entwickler und Designer zu liefern, die hinter iPhone und iPad Apps stehen. Endverbraucher sollen mit dem komplett englischsprachigen Tool schnell herausfinden können, von wem ihre Lieblings-Apps stammen. App-Auftraggeber und -Interessenten sollen damit schnell einen App-Dienstleister in ihrer Nähe finden: Hierfür kann eine Stadt eingegeben oder eine “Around Me”-Suche betätigt werden. Die App-Entwickler und Systemhäuser selbst schließlich sollen das Ganze mit Content füllen – und finanzieren: Das Listen beliebig vieler Apps auf AppVine ist kostenlos. Doch die Geschäftsidee hinter AppVine ist, dass Entwickler für beachtliche 99 US-Dollar pro Monat einen “Pro account” buchen sollen. “Pro”-Entwickler erscheinen bei der Suche nach “People” stets vor (oberhalb) den Gratis-Einträgen – genau wie ihre Produkte bei der “Apps”-Suche.
Der Service ist seit dem 27.06.2010 live. Im ersten Schritt wurden seitens AppVine Entwickler erfolgreicher Apps angeschrieben, die eine E-Mail-Adresse in den Release Notes zu ihrer App (oder zumindest auf der Support-Internetseite) angegeben hatten, so auch Glanzkinder wg. mobileTicker. Oberwinzer Peter Boctor wusste auf Nachfrage nicht anzugeben, wieviele Einladungen bislang verschickt wurden und wie hoch die Response-Quote lag. Die App jedenfalls sei weltweit binnen eines Monats weit über 15.000 mal heruntergeladen worden.
Tests mit der App verliefen positiv, aber auch ernüchternd: Die eigene App, wegen der man angeschrieben wurde, “gehört” Entwicklern automatisch (pre-verified). Gab es keine AppVine-Einladung, so hat man sich durch die Integration von Code einmalig als Entwickler oder “Seller” auszuweisen. Danach glaubt einem AppVine, das alle über die gleiche App Store ID hochgeladenen Apps zu diesem Entwickler bzw. Unternehmen gehören.
Bislang haben sich allerdings überwiegend US-Entwickler und -Designer registriert – beispielsweise zu “New York” finden sich über 30 Einträge. Wurde ein interessanter Entwickler oder Designer gefunden, kann er bequem per E-Mail kontaktiert werden, ohne die App verlassen zu müssen.
Fragen dazu an Peter Boctor:
Bislang ist das Angebot an gelisteten deutschen Entwicklern auf AppVine ja noch recht überschaubar (beispielsweise ein Eintrag für Köln, fünf für München). Wie aber regeln Sie es in den USA, wenn beispielsweise 20 Entwickler oder Systemhäuser an einem Ort sich zu einem Pro account entschlossen haben? Zufallsreihenfolge? Reihenfolge des Auftragseingangs?
In diesem Fall werden die Pro accounts in der Tat in zufälliger Reihenfolge vorneweg dargestellt, gefolgt von den nicht-Pro accounts in zufälliger Reihenfolge.
Warum ist dieser Service bislang App-only? Warum wird er nicht auch via Website angeboten?
Wir sind absolut offen für Erweiterungen und Verbesserungen von AppVine auf Basis dessen, was uns die Nutzer und Entwickler mitteilen.
Derzeit unterstützt AppVine nur eine Lokation pro Account. Das benachteiligt verteilte Unternehmen wie Glanzkinder mit Niederlassungen und Mitarbeitern in u.a. Köln, München, Krefeld und Kapstadt, die erheblichen Aufwand treiben, um ihre Kunden vor Ort beraten zu können.
Ein interessanter Hinweis, ich nehme gerne eine Anforderung für “Multiple Locations” auf.
Die von AppVine derzeit abgebildeten Rollen sind Developer, Designer, Seller und (Sr.) Project Manager. Nach unseren eigenen Erfahrungen wäre ein Enterprise Account wichtig, um größere Organisationen akkurat innerhalb eines solchen Verzeichnisses abzubilden. Sollte nicht außerdem dem Umstand Rechnung getragen werden, dass App-Dienstleister immer häufiger für beauftragende Unternehmen eigene iPhone Developer Accounts einrichten und bedienen?
Die Idee eines App Vine Enterprise Accounts gefällt mir ausgesprochen gut, vielen Dank für das Feed-back.
Gibt es Pläne, AppVine auch auf andere Plattformen wie Android auszuweiten?
Nicht konkret, derzeit konzentrieren wir uns vollständig auf die iPhone- und iPad-Entwickler.
Danke für das Interview!
iTunes-Link zur App Vine App (Soziale Netze, kostenlos)
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